Los Angeles – Film: "Funny People"


Ich war am 02.08.09 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Funny People“ (dt. Titel: „Wie das Leben so spielt“, dt. Kinostart: 17.09.09) 146 min comedy, drama
dir. Judd Apatow cast: Adam Sandler, Seth Rogen, Leslie Mann, Eric Bana, Jonah Hill, Jason Schwartzman

George Simmons (Adam Sandler) ist ein selbstsüchtiger Hollywood-Star, der mit schlechten Filmen reich und berühmt geworden ist. Er erfährt, dass er eine unheilbare Blutkrankheit hat und versucht diese Diagnose als Stand-Up Comedian auf der Bühne zu verarbeiten. Dabei trifft er auf den aufstrebenden Comedian Ira (Seth Rogen), den er alsgleich als Autor und Assistenten engagiert. Hauptsächlich soll ihm Ira aber Gesellschaft leisten…

B- (Wertung von A bis F) Judd Apatow ist aus dem Comedy-Genre der letzten Jahre nicht mehr wegzudenken. Auch wenn er in den meisten Filmen (u.a.: „Anchorman“, Superbad, Forgetting Sarah Marshall, Step Brothers, Pineapple Express) eher als Drehbuchautor oder Produzent in Erscheinung getreten ist, so hat er seine Signatur hinterlassen. „Funny People“ ist nun nach „40-Year-Old Virgin“ und „Knocked Up“ seine dritte Regiearbeit. Erneut hat er seine Frau, Leslie Mann („Big Daddy“, „17 Again“), und die gemeinsamen Kinder besetzt. Auch sonst hat er einige der üblichen Apatow-Gesichter vereint und als absolute Bereicherung den genialen Jason Schwartzman („I Heart Huckabees“, „The Darjeeling Limited) besetzt. Jonah Hill und Jason Schwartzman liefern dann gleich die besten Szenen in den Nebenrollen. Seth Rogen hingegen kommt hier teilweise an seine schauspielerische Grenzen. Vielleicht bin ich auch etwas ungerecht und bei 10 Seth Rogen-Filmen in den letzten zwei Jahren etwas müde, ihn zu sehen. Peinlich berührt hat mich in jedem Fall Eric Banas Performance, die scheinbar ausschließlich aus seinem kuriosem Akzent besteht.

„Funny People“ ist aber zweifelsohne Adam Sandlers Film. Bereits in „Punch-Drunk Love“ und noch vielmehr in Reign over Me konnte er unter Beweis stellen, dass er auch in ernsten Rollen überzeugen kann. Die Rolle des George Simmons liegt nun sehr nah an seinem eigenen Leben und Adam Sandler gibt hier eine recht selbstironische Darstellung seiner selbst. „Funny People“ beginnt wunderbar, nimmt aber später eine Wendung bzw. konzentriert sich auf unnötige, nicht nachvollziehbare Ereignisse anstatt authentischer an dem George Simmons Charakter zu bleiben. Der Film geht beinahe 2 1/2 Stunden, gerade im letzten Drittel hätte man einiges kürzen können und auch müssen. Besonders begeistern konnte ich mich für die Szenen mit dem deutschen Schauspieler Torsten Voges (im Trailer ist bereits eine Szene kurz angeschnitten) und dafür, EMINEM wieder auf der großen Leinwand zu sehen…

Trailer zu sehen:

6 Gedanken zu “Los Angeles – Film: "Funny People"

  1. Ich bin ja immer der Meinung, dass eine Comedy selten länger als 90 Minuten sein sollte, eine Dramedy kann schon länger sein. Ein amerikanische Kritiker (Roger Ebert?) hat gesagt, dass „Funny People“ zwar lang ist, aber gute Filme können lang sein, schlechte Filme sind schon mit 90 Minuten zu lang… Recht hat er, dann fand ich wohl „FP“ nicht gut genug… :)) Aber sag mal „Case 39“ soll doch eher schlecht sein, oder? Wird jedenfalls immer verschoben, bzw. bekommt gar keinen Starttermin in den U.S.A. Wie kommst Du denn eigentlich in letzter Zeit in so viele PVs? 8|

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  2. Ja „Case 39“ ist ziemlich öde, teilweise etwas peinlich (weil so schlecht) und die Stimmung nach dem Film war bei vielen auf dem Nullpunkt :)) Liegt daran, dass man als alter Gruselprofi eigentlich von Anfang an weiß, wie der Hase läuft und dann zieht sich das Ganze nur unnötig und Zellweger macht mal wieder nur Schmollmund.
    So viele PV sind das nicht, weil ich ja auch arbeiten muss. Ist für unser Kino-Blog hier (Sneak-Kino).

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  3. Es geht mir ähnlich, wenn ich die Auflösung von vornherein erahne und mich der Film dann nicht durch andere Sachen begeistern kann, rutsche ich die ganze Zeit nur auf meinem Kinosessel hin und her…Ich dachte übrigens, Du magst keine BÖSE-KINDER-HORRORFILME? Vielleicht gefällt Dir ja dann doch „Orphan“, hält er wenigstens eine originelle Auflösung parat, wenn sie auch durch absolut lächerliche Szenen kaputt gemacht wird, man habe ich gelacht… :))

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  4. Doch, ich liebe Böse-Kinder-Filme. Leider sind die meisten recht langweilig. Orphan habe ich mir keine Karte gekauft, für The Children auch nicht. Da ist mir das Risiko zu groß, dass sie nicht einhalten was sie versprechen. Die reichen mir dann auf DVD.

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