Seattle – "The Informers"


Ich war am 24.04.09 in Seattle und habe mir im Kino angeschaut:

„The Informers“ 98 min drama, adaptation
dir. Gregor Jordan cast: Billy Bob Thornton, Kim Basinger, Mickey Rourke, Jon Foster, Amber Heard, Brad Renfro, Chris Isaak

Los Angeles 1983. Priviligierte, gelangweilte Jugendliche verlieren sich in Oberflächlichkeiten von Drogen und Sex, der Hollywood-Produzent William (Billy Bob Thornton) versucht, nach einer Affäre mit der Nachrichtensprecherin Cheryl (Winona Ryder), seine Ehe mit seiner Frau Laura (Kim Basinger) fortzuführen und Peter (Mickey Rourke) entführt Kinder und versucht sie, an einen Pädophilen-Ring zu verkaufen…

D (Wertung von A bis F) Auf diesen Film habe ich mich sehr gefreut, er hätte so cool sein können… Leider wirkt er viel zu gewollt, die Sets wirken kulissenhaft, die Outfits sehen wie eine Kostümierung aus. Um das Fazit vorwegzunehmen, es bedarf etwas mehr als einer Ray Ban und der Musik der 80er Jahre, um die Atmosphäre dieser Zeit zu transportieren. „The Informers“ basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichtensammlung von Bret Easton Ellis. Der Autor selbst hat hier auch an diesem grauenhaften Drehbuch mitgeschrieben. Auch das konnte den Film nicht retten, es wirkt allzu oft unfreiwillig komisch und zeigt zu viele Episoden langweiliger, austauschbarer Charaktere. Einer der besten Schauspielern Hollywoods, Billy Bob Thornton, hat es verhindern können, dass ich das Kino verlassen habe! Einzig bei der Episode, die den Fortlauf seiner kaputten Ehe zu Kim Basingers Charakter zeigt, konnte ich Interesse entwickeln. Mickey Rourke ist auch in guter Form, Winona Ryder nicht so. Chris Isaak habe ich nicht einmal erkannt. Den ehemaligen Kinderstar Brad Renfro („The Client“) hier zu sehen, hat mich etwas traurig gestimmt. Er wirkt fahrig und unkonzentriert. Brad Renfro starb am 15.01.2008 im Alter von nur 25 Jahren an einer Überdosis Heroin…

Wenn man eine gute Bret Easton Ellis Verfilmung sehen will, die einen glaubhaft in die oberflächliche, wohlhabenden amerikanischen Gesellschaft der 80er Jahre versetzt, empfehle ich einen meiner Lieblingsfilme aus dem Jahre 1987 „Less Than Zero“ mit Andrew McCarthy, Robert Downey Jr. und James Spader.

Trailer zu sehen:

17 Gedanken zu “Seattle – "The Informers"

  1. Oh ja, „Unter Null“ ist ein Klassefilm. Ist schuld daran, dass ich Robert Downey jr. und James Spader vergöttere.
    Aber das hier klingt ja alles andere als positiv, ich glaub, den geb ich mir dann irgendwann nur auf DVD.

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  2. Wow, „Unter Null“ kennen so wenig Leute. Und ja ich sehe das genauso, würde da nur noch Andrew McCarthy mit einbeziehen, wobei von dem heute leider eigentlich so gar nichts mehr zu sehen ist…Über „The Informers hat der amerikanische Filmkritiker Peter Travers v. Rolling Stone so passend gesagt: …but don´t for the love of God and cinema see „The Informers“. One of the worst movies of this or any year… Das bringt das ganze auf den Punkt, ich war nur sehr gütig und gnädig und er ist for the love of Bill Bob Thornton an einem F vorbeigeschlittert… :yes:

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  3. Ich konnte ja nie verstehen, warum Spader immer den bösen oder blasierten Typen geben musste *lach*. Kennst du „Todfeinde“? Ich hasse ja Rob Lowe aus ganzem Herzen, da ist er aber tatsächlich gut, und Spader ist genial.

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  4. Den kann er schon überzeugend… Na klar kenne ich „Todfeinde“, war ziemlich gut. Ich glaube sogar, dass ich beinahe alle James Spader-Filme kenne. Rob Lowe war und ist auch nicht meine Sache, James Spader war tatsächlich immer genial und hat eigentlich eine ziemliche Bandbreite, aber er bleibt am besten als fieser Typ in Erinnerung… :yes:

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  5. Huch, das ist ja schade, also nicht so gut. Wobei „Unter Null“ ja eine ausgesprochen schlechte Literaturverfilmung ist, die mit dem Buch so gar nichts gemein hat (also mit dem wie Ellis seine Figuren beschrieben hat). Was nicht heißt, dass der Film nicht gut wäre. Es gibt einige „schlechte“ Literaturverfilmungen, die ich mehr liebe als die Vorlage (Dracula zum Beispiel).

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  6. ja, fand ich auch schade… Es ist so gemeint, dass ein richtig guter und empfehlenswerter Film dabei herausgekommen ist. Ja, da gibt es, nicht viele, aber ein paar Beispiele. Ich habe mich auch z. B. bei dem Buch „American Psycho“ hochgradig gelangweilt und habe mich bei dem Film sehr amuesiert…

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