Seattle – "State of Play"


Ich war am 23.04.09 in Seattle und habe mir im Kino angeschaut:

„State of Play“ (dt. Titel: „State of Play – Stand der Dinge“, dt. Kinostart: 18.06.09) 128 min drama, thriller, adaptation
dir. Kevin MacDonald cast: Russell Crowe, Ben Affleck, Rachel McAdams, Helen Mirren, Robin Wright Penn, Jeff Daniels, Jason Bateman

In Washington kommt eine junge Frau auf mysteriöse Weise ums Leben. Sie hat für den verheirateten Kongressabgeordneten Stephen Collins (Ben Affleck) gearbeitet. Stephen Collins bricht vor laufender Kamera zusammen und gibt schliesslich eine Affäre mit der Getöteten zu. Kurz darauf sucht er voller Verzweiflung seinen Freund Cal McCaffrey (Russell Crowe) auf. Cal arbeitet als Journalist für den Washington Globe und beginnt, als Reporter und Freund an dem Mordfall zu recherchieren…

B- (Wertung von A bis F) „State of Play“ ist eine Adaption des gleichnamigen britischen Mehrteilers mit Bill Nighy. In der Spielfilm-Inszenierung macht dieser Polit-Thriller optisch was her, ist temporeich und an ungewöhnlichen Locations gedreht. Insbesondere das Büro der fiktiven Zeitung WASHINGTON GLOBE hat mir gefallen. Aber auch wenn ich grosszügig übersehe, dass „State of Play“ eine fragwürdige Aufklärung und ein unbefriedigendes Ende präsentiert, muss ich zugeben, dass er mich nicht richtig in seinen Bann ziehen konnte. Es gibt eine sehr spannende Szene, aber ansonsten plätschert der Film nur irgendwie vor sich hin. Das einzige was den Film tatsächlich für mich sehenswert macht, sind die Schauspieler. Allen voran der Hauptdarsteller Russell Crowe. Die gute Nachricht zuerst, er hat nach einigen mittelmässigen Performances in teils noch schlechteren Filmen („Proof of Life“, „A Good Year“, Body of Lies) zu seiner alten Bestform („The Insider“, „A Beautiful Mind“) zurückgefunden. Jeff Daniels („Heartburn“, „The Hours“, „Good Night, and Good Luck“) wird mit dem Alter anscheinend immer besser und agiert hier mit Russell Crowe auf Augenhöhe. Am meisten jedoch überrascht war ich von Jason Bateman (Juno,“Hancock“). Er stiehlt hier jedem die Show. Zu den anderen Akteuren: Helen Mirren: es gibt sie nicht in „schlecht“! Rachel McAdams: mag ich schon lange. Robin Wright Penn: hier leider unterfordert. Ben Affleck: er bemüht sich…

„State of Play“ sollte eigentlich in den Hauptrollen mit Brad Pitt und Edward Norton besetzt werden. Brad Pitt wäre als Russell Crowes Charakter ein Fiasko gewesen und hätte einen ganz anderen Film hervorgebracht. Edward Norton hingegen als Ben Afflecks Charakter hätte den Film – klar – aufgewertet…

Trailer zu sehen:

7 Gedanken zu “Seattle – "State of Play"

  1. American Gangster und 3:10 war auch 1A Russell Crowe Kino!!
    Ich werde mir State of Play auf jeden Fall ansehen, wenn er hier läuft. Wg. Crowe und trotz Affeck. Hast du die BBC-Serie mal gesehen? Wenn ich lese, dass da Bill Nighy mitgespielt hat, interessiert mich die ja jetzt brennend.

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  2. Aus „American Gangster“ bin ich damals rausgegangen, wobei er – rückblickend betrachtet – so schlecht bestimmt nicht war…“3:10 to Yuma“ habe ich seit ewigen Zeiten hier rumliegen, muss ich unbedingt gucken! Ich finde Crowe ist einer der talentiertesten, man merkt ihm nur hin und wieder an, dass ihm das alles egal ist (vielleicht wie bei Marlon Brando…habe gerade eine Biografie über ihn im Fernsehen gesehen)

    Ich kenne die BBC Mini-Serie auch nicht, sie soll aber sehr gut sein, wesentlich besser als der Film, und Bill Nighy, aber auch James McAvoy, haben mich überzeugt, sie dringend schauen zu wollen… :yes:

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  3. Den hab ich nicht gesehen, lief hier nicht im Kino und auf DVD konnte ich mich noch nicht dazu durchringen. Oh, ich mag Denzel, nicht immer und in jedem Film, aber manchmal sehe ich ihn richtig gerne. Dann wirst du dir wahrscheinlich auch nicht das „The Taking of Pelham 123“-Remake ansehen, oder?

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  4. Früher mochte ich Denzel auch mehr, aber ich finde er ist überschätzt und ausserdem bin ich immer noch sauer, dass er „meinem“ Russell den Oscar weggeschnappt hat…und dann auch noch für eine nicht einmal bemerkenswerte Performance in dem eher mittelmässigen „Training Day“. Bei „The Taking of Pelham 123“ weiss ich in der Tat noch nicht so genau, John Travolta ist auch nicht mehr so mein Fall…

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