HBO Films – Grey Gardens


Ich war am 18.04.09 in Philly und habe mir auf HBO folgenden Film in der Erstausstrahlung angeschaut:

„Grey Gardens“ 103 min biopic, drama, adaptation
dir. Michael Sucsy cast: Jessica Lange, Drew Barrymore, Daniel Baldwin, Jeanne Tripplehorn, Ken Howard, Malcolm Gets, Arye Gross, Justin Louis

Im Jahr 1973 fragen die Filmproduzenten Albert und David Maysles (Arye Gross und Justin Louis) bei Edith Bouvier Beale (Jessica Lange) und ihrer Tochter Edie (Drew Barrymore) an, ob sie eine Dokumentation über deren Leben drehen dürfen. Die beiden exzentrischen Damen stimmen zu und erzählen von ihren einstigen Träumen, den verpassten Chancen und von ihrem gemeinsamen Leben in den letzten vierzig Jahren in ihrer riesigen Villa GREY GARDENS…

A- (Wertung von A bis F) Interessantes und bewegendes Biopic über „Big Edie“ und „Little Edie“, die Tante und Cousine von Jacqueline Kennedy Onassis. Selbst strebte Edith Bouvier Beale („Big Edie“) ein glamouröses Leben und eine Karriere als Sängerin und Tänzerin an, heiratete aber früh und bekam drei Kinder. Ihre einzige Tochter „Little Edie“, die ebenso Ambitionen als Schauspielerin hatte und in New York ihr Glück versuchte, kehrte nach der Scheidung ihrer Mutter nach GREY GARDENS zurück. Die folgenden vier Jahrzehnte kümmerten sich Mutter und Tochter umeinander, lebten – obwohl sie aus einer der einflussreichsten Familien stammten – völlig zurückgezogen, verarmt in ihrer bald verwahrlosten Villa. Nach vielen Jahren erhalten sie unerwartet Besuch von Jackie O., die den beiden Damen schliesslich unter die Arme griff.

HBO hat es – wie jedes Jahr – geschafft, ein äusserst sehenswerten Film abzuliefern. Man kann jetzt schon davon ausgehen, dass „Grey Gardens“ für einen (oder mehrere) Golden Globes nominiert wird. Die zweimalige Oscar-Gewinnerin Jessica Lange („King Kong“, „Tootsie“, „Normal“, „Big Fish“) hat mich hierbei am meisten überzeugt und gerührt. Drew Barrymore („E.T.“, „Charlie´s Angels“) empfand ich nicht durchgehend gut, als ältere Frau jedoch hat sie mir wieder sehr gefallen. (Die Maske der beiden Frauen ist überwältigend und hätte einen eigenen Preis verdient.) Daniel Baldwin hat mittlerweile eine frappierende Ähnlichkeit mit seinem Bruder Alec. Bei der Besetzung der Jackie Kennedy Onassis wäre ich selber sicherlich zuletzt auf Jeanne Tripplehorn gekommen, muss aber zugeben, dass sie die ältere Jackie O. gut darstellt.

Alles in allem zeigt die amerikanische Filmindustrie erneut, dass sie grossartige Fernsehfilme hervorbringen kann. Die letzten Jahre betrachtend, hätte ich mir davon viele Filme auch im Kino angeschaut, ganz im Gegensatz zu deutschen Kinofilmen, von denen ich die meisten noch nicht einmal im Fernsehen schauen möchte…

So sahen die charmanten Damen in Wirklichkeit aus (Trailer aus der tatsächlichen Dokumentation):

Trailer von „Grey Gardens“ zu sehen:

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