NYC – "Slumdog Millionaire"


Ich war am 23.12.08 in NYC und habe mir im Kino angeschaut:

„Slumdog Millionaire“ (dt. Titel: „Slumdog Millionär“, dt. Kinostart: 19.03.09) 120 min drama, comedy, adaptation
dir. Danny Boyle cast: Dev Patel, Anil Kapoor, Irrfan Khan, Madhur Mittal, Freida Pinto

Mumbai 2006. Der 18jährige mittellose Jamal Malik (Dev Patel) ist als Kandidat bei der indischen Ausgabe von WER WIRD MILLINÄR? genau eine Frage vom Hauptgewinn (20 Millionen Rupien) entfernt, als die Fernsehsendung in die Werbepause geht, um erst am nächsten Tag fortgesetzt zu werden. Jamal wird nach der Show verhaftet und des Betruges beschuldigt. Während des Verhöres der Polizei erinnert Jamal sich an seine Kindheit und versucht selbst herauszufinden, wie er als Waisenkind in den Slums von Mumbai überlebt hat und schliesslich jede einzelne Frage der Quiz-Sendung bislang richtig beantworten konnte…

A (Wertung von A bis F) Vor einem Monat noch hat für mich vieles gegen den Film „Slumdog Millionaire“ gesprochen. Der Film spielt in Indien, mit ausschliesslich mir unbekannten indischen Schauspielern und ist zu einem grossen Teil in Hindi. Vor einigen Jahren schwappte, für mich völlig unverständlich, eine Art Hype nach Deutschland, die Bollywood-Filme. Bis heute ist mir unerklärlich, wie es dazu kommen konnte, sind für mich diese Filme doch eine Belästigung für Augen und Ohren. Über die etwaigen Inhalte solcher Filme kann ich nur Vermutungen anstellen, weil ich nie länger als eine Minute „durchgehalten“ habe. Was sprach also für „Slumdog Millionaire“? Natürlich der Regisseur Danny Boyle, der für meinen Geschmack einen der besten Filme überhaupt, „Trainspotting“, kreierte. Zuvor hat er mich schon mit seinem Regiedebut „Shallow Grave“ überzeugt, später dann mit „The Beach“ und „A Life Less Ordinary“. „28 Days Later“ und „Sunshine“ folgten. Also war die Basis geschaffen, erst einmal jeden Film von ihm sehen zu wollen. Ausserdem haben mich teils überragende Kritiken der amerikanischen Journaille neugierig gemacht. Schon zu Beginn des Filmes war ich von der Erzählweise fasziniert. Fesselnd erzählt „Slumdog Millionaire“ abwechselnd von Jamals Überlebenskampf in den Slums, dem Polizeiverhör und dem Verlauf der WER WIRD MILLIONÄR?-Show. Vor allen Dingen hat der Film dabei Hoffnung transportieren können. Dabei ist der Film noch in wunderschöne, zum Teil an den grossartigen Film „City of God“ erinnernde, Bilder verpackt. Der Schnitt, die Kamera- und die Regiearbeit machen den Film zu einem Erlebnis. Danny Boyle hat zudem auch eines meiner Lieblingsongs M.I.A. „Paper Planes“ verarbeitet. Dieses Lied habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal in dem Film Pineapple Express gehört und Danny Boyle hat es geschafft, dass es mein Lieblingsfilmsong 2008 wurde. „Slumdog Millionaire“ ist spannend, witzig, schonungslos, rührend ohne zu kitschig zu sein, realistisch, stylish, aber vor allen Dingen BESONDERS und daher einer der besten Filme in 2008. Am 11.01.09 wurde „Slumdog Millionaire“ mit einem Golden Globe für bester Film/Drama und beste Regie (Danny Boyle) ausgezeichnet. Wenn der Film nicht auch einen Oscar als bester Film bekommt… Der Film hat es in meine TOP TEN für 2008 geschafft (Platz 3). Update: „Slumdog Millionaire“ hat acht Oscars gewonnen (Bester Film, Bester Regisseur, Bester Schnitt, Beste Filmmusik, Bester Song, Beste Kamera, Bester Tonschnitt und Bestes adaptiertes Drehbuch)

Trailer zu sehen:

4 Gedanken zu “NYC – "Slumdog Millionaire"

  1. Ernsthaft? (…grübel…)???

    Na, der Film ist nicht zu dialoglastig, lebt hauptsächlich von den Bildern, die Untertitel bekommt man hin, ohne zu sehr abgelenkt zu sein, also muss man es nicht überbewerten mit dem Hindi. Als ich allerdings erstmals von dem Film las, stand da, dass 1/3 in Hindi ist…das hat mich natürlich abgeschreckt. Letztendlich erschien es mir aber nicht so…

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