Philadelphia – "Synecdoche, New York"


Ich war am 22.11.08 in Philly und habe mir im Kino angeschaut:

„Synecdoche, New York“ 124 min drama, comedy
dir. Charlie Kaufman cast: Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Michelle Williams, Hope Davis, Samantha Morton, Emily Watson, Dianne Wiest, Tom Noonan, Jennifer Jason Leigh

Caden Cotard (Philip Seymour Hoffman) ist Theaterregisseur und als er von seiner Frau Adele (Catherine Keener) und der gemeinsamen Tochter verlassen wird, steckt er seine ganze Energie in eine neue Theaterproduktion. Er mietet eine riesige Lagerhalle mitten in Manhattan und lässt New York nachbauen, besetzt Schauspieler auf unbegrenzte Zeit und inszeniert sein Leben. Nach vielen, vielen Jahren der Probe kann Caden gar nicht mehr unterscheiden, ob er Regie in seinem Theaterstück führt oder ob er tatsächlich sein Leben lebt…

B+ (Wertung von A bis F) Das Regiedebut von Charlie Kaufman („Being John Malkovich“, „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“) ist eine intelligente, komplizierte Tragikomödie mit einem wunderschönen, philosophischen Ende. Um die Komplexität von „Synecdoche, New York“ komplett zu erfassen, muss man den Film auf jeden Fall mehrmals sehen. Es ist kein Film, bei dem man sich berieseln lassen kann. Die smarte Schreibe dieses Autorengenies muss man geniessen können und man muss sich auch darauf einlassen wollen. Es gibt Stimmen, die von der Regiearbeit von Charlie Kaufman nicht begeistert sind und es lieber hätten, er würde sich nicht weiter in diesem Fach ausprobieren. Meines Erachtens soll er sich ruhig weiter austoben, solange seine eigentliche Profession dabei nicht zu kurz kommt. Es gibt kaum einen Autoren, die so abgedrehte Ideen hat. Die Besetzung von „Synecdoche, New York“ liest sich wie das WHO IS WHO der amerikanischen Independentfilmszene. Natürlich enttäuscht hier niemand. Philip Seymour Hoffman, der jährliche Garant bei den Oscarnominierungen, wird ganz sicher auch im Filmjahr 2008 den Goldmann jagen. Eine Academy Award Nominierung für „Synecdoche, New York“ ist möglich, für die Verfilmung des Theaterstückes „Doubt“ gilt sie sogar als wahrscheinlich.

Trailer zu sehen:

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