Boston – "What Just Happened"


Ich war am 17.10.08 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„What Just Happened“ (dt. Titel „Inside Hollywood“, dt. Kinostart 05.03.2009) 110 min comedy, adaptation
dir. Barry Levinson cast: Robert De Niro, Sean Penn, Bruce Willis, John Turturro, Stanley Tucci, Catherine Keener, Robin Wright Penn

Nach einer katastrophalen Testvorführung seines neuesten Filmes „Fiercely“ steht der erfolgreiche Hollywood-Produzent Ben (Robert De Niro), zwischen dem Regisseur (Michael Wincott) mit einem künstlerischen Anspruch und der profitorientierten Studiochefin (Catherine Keener). In einer Woche soll eine Version von „Fiercely“ auf dem Film Festival in Cannes präsentiert werden, die den Bedürfnisse beider Parteien gerecht wird und natürlich dem Publikum gefällt. Zur selben Zeit erscheint der Hollywoodstar Bruce Willis mit Übergewicht und einem Vollbart zur Anprobe für seinen nächsten Film. In zwei Wochen ist Drehbeginn und Bruce, der für sein Talent geliebt werden will, weigert sich, seinen Bart abzurasieren. Ben versucht den eitlen Star umzustimmen, da das Studio damit droht, den Film abzublasen und Bruce Willis zu verklagen…

B+ (Wertung von A bis F) Nachdem Barry Levinson („Rain Man“, „Sleepers“) in der wunderbaren politschen Satire „Wag the Dog“ gezeigt hat, wozu ein Hollywood-Produzent fähig ist, gibt er in diesem Film einen kleinen Einblick in das Leben eines Filmproduzenten und die Abläufe und Spielregeln der amerikanischen Filmindustrie. Durch die Erzählweise, die realistischen Performances und unter Einfügung tatsächlich realer Personen (Bruce Willis und Sean Penn spielen sich selbst) hat der Film etwas dokumentarisches. Dennoch ist es natürlich eine Komödie, die bis in die kleinste Rolle perfekt besetzt ist. Robert De Niro ist dieser Hollywood-Produzent und der von mir so geschätzte John Turturro („The Big Lebowski“) ist als Hollywood-Agent phänomenal witzig. Bruce Willis´Charakter wurde von Alec Baldwin inspiriert,der sich damals zunächst weigerte, sich für den Film „The Edge“ seinen Bart abzurasieren. Herausheben möchte ich noch Michael Wincott, der den neurotischen Regisseur verkörpert. Seine Filmfigur ist (optisch) eine Mischung aus Sean Penn und Keith Richards. In dem Trailer habe ich ihn fälschlicherweise sogar für meinen Lieblingsschauspieler gehalten. Sean Penn („Dead Man Walking“, „I Am Sam“, „21 Grams“, „Mystic River“) selbst war, für meinen Geschmack, zu kurz zu sehen. Ich kann es kaum abwarten, ihn endlich in Gus van Sants Biopic „Milk“ zu sehen. „What Just Happened“ ist sicherlich nichts für ein breites Publikum, mich hat er jedoch sehr amüsiert. Komödien haben es bekanntlich bei der Academy schwer, dennoch sehe ich durch den direkten Bezug zu Hollywood und durch die schauspielerische Qualitäten durchaus Chancen auf eine Oscarnominierung am 22.01.2009.

Trailer zu sehen:

„sehr gut“

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