Boston – "W."


Ich war am 17.10.08 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„W.“ (dt. Titel „W. – Ein missverstandenes Leben“, dt. TV-Ausstrahlung am 23.01.09 auf Pro7″) 110 min biopic, comedy, drama
dir. Oliver Stone cast: Josh Brolin, Richard Dreyfuss, James Cromwell, Ellen Burstyn, Jeffrey Wright, Thandie Newton, Elizabeth Banks, Scott Glenn, Rob Corddry

Oliver Stone zeigt wie George W. Bush (Josh Brolin), priviligierter, aber ungeliebter Sohn, schwarzes Schaf der Familie, Trinker, Spieler, Ivy League College Absolvent, mässiger Geschäftsmann, Ehemann, im Alter von 40 Jahren konvertierter Methodist, der immer davon träumte, ein Baseballstar zu sein, Politiker wurde und schliesslich im Jahr 2000 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Mit Hilfe seines Kabinetts mit u.a. Vize Dick Cheney (Richard Dreyfuss), Aussenminister Colin Powell (Jeffrey Wright), Verteidigungsminister Donald Rumsfeld (Scott Glenn) und Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice (Thandie Newton) führt er, als Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte, sein Volk schliesslich in einen sinnlosen Krieg…

B+ (Wertung von A bis F) 18 Tage vor der nächsten Präsidentschaftswahl am 04. November 08 startet Oliver Stone sein Biopic über den derzeit noch amtierenden US Präsidenten George W. Bush. Oliver Stone („Platoon“, „Wall Street“, „Natural Born Killers“) hat mich mit seinen letzten beiden Filmen („Alexander“ und noch schlimmer „World Trade Center“) äusserst verstimmt, jetzt hat er die Chance, einiges wieder gut zu machen. Nach „JFK“ und „Nixon“ nun der dritte Film über einen amerikanischen Präsidenten. Wie ihn Oliver Stone darstellt, ist sein Standpunkt klar, verwunderlich nur, dass er W. so zeigt, dass man aus dem Film rausgeht und tatsächlich Mitleid für ihn empfindet. George W. Bush ist immer auf der Suche nach Anerkennung von seinem Vater (übrigens: brillante und rührende Performance von James Cromwell als Bush Sr.). Der Film ist in nicht überragend, er hat viele Schwächen, aber sicherlich auch einige Lacher. Es ist aber nicht zuletzt der schauspielerischen Leistung zu verdanken, dass „W.“ zu einem lohnenswerten Filmgenuss wurde. Als ich das erste Mal hörte, dass Josh Brolin (No Country for Old Men) George W. Bush spielen sollte, war ich ratlos. Ich frage mich auch heute noch, wie man überhaupt auf ihn gekommen ist, Ähnlichkeiten sind zumindest nicht offensichtlich. Fakt ist, Josh Brolin hat die Gestik, Mimik, Körpersprache und Sprache seines Präsidenten studiert und komplett übernommen, dass man mit Fortschreiten des Filmes nicht mehr einen Unterschied erkannt hätte. Bravo! Josh Brolin dürfte damit die Oscarnominierung sicher sein. Richard Dreyfuss, der den Vizepräsidenten Dick Cheney ganz umwerfend spielt, (übrigens: hat er mit dem derzeitigen Präsidentschaftskandidat John McCain beinahe noch mehr Ähnlichkeit) und James Cromwell als enttäuschter Vater Bush würde ich gleich dazu mit einer Oscarnominierung belohnen…

Trailer zu sehen:

„sehenswert“

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